Rektor Betz war sichtlich beeindruckt von der Rekordkulisse in der Alburger Turnhalle. Wer auf den letzten Drücker kam, konnte vielleicht noch einen Platz in der letzten Reihe ergattern. Auch oben auf der Galerie hatten sich zahlreiche Zaungäste postiert. Es war nämlich eine Menge geboten am Aktionstag Musik. Über 30 Programmpunkte warteten in den nächsten zwei Stunden auf die Besucher. Danach sorgte der Elternbeirat mit allerlei Leckereien und kühlen Getränken für einen gemütlichen Ausklang auf der Schulterrasse.
Grundschullehrerin Carmen Daschner, die musikalische Allzweckwaffe bei den Kleinen, hatte wochen-, oft monatelang mit den Schülern und Kolleginnen geprobt. Das Ergebnis konnte sich mehr als sehen lassen. Launig verkündete Betz zu Beginn, dass er Florian Silbereisen als Moderator abgesagt hätte, da sich zwei absolute Profis in der vierten Klasse aufgetan hätten: Phillip Spanner und Maximilian Huber. Und die machten ihre Sache sehr gut. „Boarisch gmiatlich“ führten die beiden Nachwuchsentertainer lederbehost durch das bunte Programm.
Das Spektrum reichte von Blockflöte über Klavier, Querflöte, Geige, Gitarre, Chor- und Sologesang. Andrea Weber hatte ihr Piano und die Schulband von der Mittelschule mitgebracht. Seit heuer ist St. Stephan nämlich nicht nur musikalische Grundschule, sondern erhielt das Prädikat für die gesamte Schule. Am Ende kam es zum großen Finale. „Hand in Hand“ sangen alle Schülerinnen und Schüler der Grundschule gemeinsam mit ihren Lehrerinnen, wodurch man bei Konrektorin Anke Schill eine kleine Träne im Knopfloch entdecken konnte.
Mit einem großen Blumenstrauß für Carmen Daschner, kleinen Geschenken für Andrea Weber, „Roadie“ Maria Poiger und Techniker Bernd Vogel bedankte sich die stellvertetende Schulleiterin.
Schon lange engagiert in der Ukrainehilfe, bat sie am Ende der Veranstaltung um eine kleine Spende für ein wichtiges Krankenhaus in Winnyzja, das den gesamten Südosten des vom Krieg gebeutelten Landes versorgt. 450 Euro ließen die Eltern spontan springen. 200 weitere kommen von Religionslehrerin Angelika Haimerl dazu, der Erlös aus dem Verkauf von selbstgebastelten Kreuzen der Schüler.
Einen Wermutstropfen gab es dann doch noch. Nur einen Tag nach der Veranstaltung wurde das Krankenhaus mit einer großen Kinderabteilung um 10 Uhr morgens von feindlichen Raketen getroffen und schwer beschädigt.



